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You Are Here: Home Was ist Mediation?
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 Mediation (lat. Vermittlung) ist ein außergerichtliches, nicht öffentliches Verfahren konstruktiver Konfliktregelung, bei dem die Parteien eines Konflikts (z.B. Rechtsstreits) mit Unterstützung eines Dritten (Mediator), einvernehmliche Regelungen (Lösungen) suchen, die ihren Bedürfnissen und Interessen dienen.

Das Mediationsverfahren basiert u.a. auf den Erkenntnissen der interdisziplinären Konflikt- und Kommunikationswissenschaft, der humanistischen Beratungsmethodik sowie dem sog. Harvard-Modell für erfolgreiches Verhandeln.

Innerhalb der psychologischen und der pädagogischen Beratung ist die Mediation eine Kommunikationsmethode mit dem Schwerpunkt Konfliktlösung.

  • Mediation ist eine Sonderform der Streitschlichtung.

Im Unterschied zu anderen Arten der Streitschlichtung gibt der Mediator keine eigenen Anregungen zur Lösung des Streites.

Die Mediation bietet sich vor allem dann als Weg der Konfliktlösung an, wenn die Parteien gemeinsame Ziele haben (z.B. weitere Kooperation zweier Unternehmen, beiderseitige Kindeserziehung trotz Trennung).

Mediation bietet sowohl den Parteien, wie den Anwälten gegenüber, einer gerichtlichen Auseinandersetzung einige Vorteile.



  • Neutralität und Allparteilichkeit des Mediators
Der Mediator nimmt die Interessen aller Konfliktpartner gleichermaßen wahr. Er verhält sich grundsätzlich neutral. Nur wenn ein Beteiligter im Verfahren offensichtlich benachteiligt würde, stellt er mit geeigneten Mitteln das Gleichgewicht her, dass für eine tragfähige Lösung notwendig ist.

  • Eigenverantwortung und Autonomie
Die Konfliktparteien besitzen selbst die größte Fähigkeit, ihren Konflikt zu lösen. Sie erarbeiten daher in eigener Verantwortung eine für sie passende Lösung. Der Mediator entscheidet nicht und gibt i.d.R keine Lösungen vor. Er unterstützt das konstruktive Gespräch und ist für den Rahmen und den Ablauf des Verfahrens verantwortlich.

  • Offenheit und Informiertheit
Da bei der Mediation die Eigenverantwortung wichtig ist, ist es nötig, dass die Medianten alle Tatsachen offen legen, die für die Lösung des Konflikts entscheidend sein können. Der Mediator achtet darauf, dass die Konfliktpartner nur umfassend informiert am Ende eine Vereinbarung schließen. Evtl. ist dazu eine juristische Beratung bei einem geeigneten Anwalt erforderlich.

  • Freiwilligkeit
Die Mediation ist ein freiwilliges Verfahren. Jeder Beteiligter kann es ohne Begründung zu jedem Zeitpunkt abbrechen.

  • Vertraulichkeit
Weil die Mediation ein freiwilliges Verfahren ist, das jederzeit beendet werden kann, ist die Vertraulichkeit der Mediation wichtig. Tatsachen, die die Beteiligten in der Mediation offen gelegt haben, dürfen weder Dritten offenbart noch in einem gerichtlichen Verfahren gegen einen der an der Mediation Beteiligten verwendet werden. Die Konfliktpartner vereinbaren daher zu Beginn des Verfahrens, dass sie die Vertraulichkeit wahren und den Mediator nicht als Zeugen in einem Gerichtsverfahren benennen werden. Mediatoren aus bestimmten Berufsgruppen, wie Rechtsanwälte und Psychologen, sind schon von Gesetzes wegen zur Verschwiegenheit verpflichtet.

 

Das soll Mediation leisten:

Stellen Sie sich vor, zwei Kinder streiten um eine Orange. Jedes Kind möchte sie haben. Die Mutter, die eine Entscheidung treffen muss, kann nun dem einen oder dem anderen Kind die Orange geben, oder sie teilt die Orange oder…

Was wäre für Sie fair?

 

Lösung:

In der Mediation wird sich herausstellen, welche Interessen jedes Kind hat, die Orange zu bekommen. Das eine Kind benötigt zum Backen die Schale der Orange und das andere Kind möchte den Saft trinken.
Es zeigt sich somit, dass es eine Lösung gibt, von der beide Kinder profitieren.

Sie denken wie naheliegend!

Stellen Sie sich aber komplexere Konflikte vor. Die Mediation bietet auch hier überzeugende Lösungen.

 

 

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